Versteigerungsakte
Das Flurstück 87 der Flur 4 ist mit einem eingeschossigen Einfamilienhaus (Bj. vor 1950) mit ausgebautem Dachgeschoss und Anbauten, einer ruinösen Scheune und einem Schuppen bebaut. Das Einfamilienhaus befindet sich in einem wirtschaftlich überalterten, vernachlässigten Zustand. Der Bau- und Unterhaltungszustand ist nach dem äußeren Anschein schlecht und ist im vorgefundenen Zustand nicht nachhaltig wohnwirtschaftlich nutzbar; entspricht nicht den Anforderungen an Wohnraum. Die Fassade weist Putzabplatzungen und Rissbildungen auf. Es sind sofortige, umfangreiche Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten notwendig und lässt eine weitere Nutzung ohne diese nicht zu. Die Scheune befindet sich in einem wirtschaftlichen überalterten, vernachlässigten, desolaten Zustand und ist bereits abgängig und nur noch in Fragmenten vorhanden. Eine Zugänglichkeit und Nutzbarkeit ist nicht mehr gegeben. Zum Begutachtungstermin wurden erhebliche Ablagerungen von Bauschutt, Sperrmüll, Holz, Baumaterialien, Hausabfälle usw. vorgefunden. Der Sachverständige ging in der Verkehrswertermittlung von der Freilegung und Beräumung dieses Flurstücks aus. Die Flurstücke 325/116, 401/284, 520/203, 124/34 und 191/30 werden land- und forstwirtschaftlich genutzt und waren zum Zeitpunkt der Begutachtung verpachtet. Das Flurstück 191/30 ist im Altlastenkataster mit der Bezeichnung "Technikstützpunkt der ehemaligen NVA Truppenübungsplatz Berge" erfasst. Bezüglich des schwebenden Kontaminierungsverdachts und des vom Bewertungsobjekts ausgehenden Gefahrenpotenzials erfolgte keine abschließende Beurteilung durch ein Spezialgutachten. Der Sachverständige erklärte, dass ausgehend von der aktuellen, landwirtschaftlichen Nutzung davon auszugehen ist, dass keine Beeinträchtigung besteht.
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